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ADVENT


Liebe Gemeinde,
ein reiches gesegnetes Jahr liegt hinter uns. Ganz gewiss mit vielen Anstrengungen, guten und nötigen und solchen, die eher weniger wichtig waren. Was jeder in der Gemeinde nach Jesu Willen im Verborgenen tut, ist oft nicht sichtbar. Konkrete Namen zu nennen soll als schier eiserne Regel bitte unterbleiben, weil immer jemand übersehen wird. Das hat seinen guten Sinn. Dennoch soll mir erlaubt sein, nach Visitation und erneuter, nötiger Strukturdebatte, neue Friedhofskalkulation, nach Baumaßnahmen und Einsätzen, die Treue und den Fleiß des Kirchenvorstandes als nur einige Punkte zu nennen. Das „Kirchenschiff“ fährt derzeit durch unruhigen Wellengang. Da muss mit Vollmacht gesteuert werden. Er ist eure Gemeindeleitung und geht stets mit bestem Beispiel voran. Doppelt so viele Sitzungen als 2017 sind abends unser Programm gewesen, allein für die Visitation drei zusätzliche!
Wir geben dieses Jahr, auch mit allen persönlichen Lasten, gar Schrecken in die Segenshände unseres Herrn zurück. Er ist Herr über Zeit und Ewigkeit. Und euch als unsere Schwestern und Brüder bitten wir um treue Fürbitte, denn mancher ist manchmal am Rande seiner Kraft. Allen aber, ganz gleich ob ihre Liebe sichtbar war oder nicht, will ich danken für gute Worte, provokative Gedanken, gute Fragen, Vertrauen und handfesten Fleiß bei so vielen Einsätzen. Ist es nicht der Kirchenraum ein ermutigender Erfolg, sichtbar für alle?
Nun sind wir am Ende des Kirchenjahres angelangt. Ende und Anfang gehören oft im Leben zusammen. Wir sortieren im Advent unser Leben neu, machen Platz für Christus und müssen dabei immer neu so Einiges ausräumen. Adventzeit ist Zeit zur Umkehr. Das macht nicht ihre Last, sondern ihre Würde aus. Gott schenkt viele neue Chancen. Sie müssen ergriffen werden. Wir sollen uns nicht dieser Welt gleichstellen, sondern die Erneuerung unseres Denkens beginnen. Rm.12, 2 Ich habe den Eindruck, Christen haben Angst und wollen sich nicht unterscheiden. Wir müssen uns aber unterscheiden, wenn wir authentisch bleiben wollen. Nicht um eines Hochmutes willen, sondern um unseres ureigenen Auftrags von der herrlichen Gnade Gottes willen. Mag nun für die einen die Walpurgisnacht der Konsumgeschädigten angebrochen sein, um im Rausch die innere Leere zu überfüllen; das biblische Menschenbild hat uns etwas anderes zugedacht. Advent – unser Herr kommt. Grund zu Bilanz und Freude. Er kommt zu richten. Und er richtet, indem er Menschen aufrichtet!
Weihnachten ist aber auch Gottes Gericht. Wer hätte das gedacht? Er legt uns ein Geschenk vor. DAS größte Geschenk, und wartet auf unsere Entscheidung, die Liebe anzunehmen. Jochen Klepper: „Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt“ EG 16

In herzlicher Verbundenheit Euer Pfarrer Jörg Coburger